Keine Ölförderung in der Arktis


Petitionen zwingen Ölriesen in die Knie

Natur


28. Dezember 2015

Ein Ölunfall in der Arktis, ob beim Bohren oder beim Abtransport des geförderten Öls, hätte irreparable Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt mit globalen Auswirkungen auf die Wal- und Fischbestände zur Folge. Viele Menschen auf der ganzen Welt sind sich einig, dass ein solches Risiko nicht eingegangen werden darf.

Wenn viele sich zusammentun …

Vor drei Jahren rief Greenpeace die Kampagne »Save the Arctic« ins Leben und begann mit spektakulären Aktionen weltweit auf die Gefahren des arktischen Ölprojekts des Shell-Konzerns hinzuweisen. Millionen Menschen schlossen sich Aktionen und Petitionen an und trugen so maßgeblich dazu bei, dass Shell Ende September 2015 beschloss, in der Arktis doch nicht nach Öl zu bohren.

Gründe für die Aufgabe des umstrittenen Projekts waren laut Shell die geringe Aussicht auf Erfolg und die hohen Kosten. Dass die Proteste von vielen Tausend Menschen, die in letzter Zeit in 40 Städten weltweit gegen den Ölkonzern demonstrierten, etwas mit dem Rückzug aus der Arktis zu tun haben könnten, wurde von Shell nicht öffentlich thematisiert. Denn das hieße, den Verbrauchern eine Macht zuzugestehen, die sie gar nicht haben dürfen.

Larissa Beumer beschreibt in einem ausführlichen Artikel im Greenpeace-Blog die tatsächlichen Hintergründe und Auswirkungen der Proteste der »Save the Arctic«-Bewegung, die zu einem erheblichen Imageschaden des Konzerns führten. Das hatte nicht nur zur Folge, dass das Arktis-Projekt eingestampft wurde, sondern dass Shell zum Beispiel auch einen großen Kooperationspartner, den Spielzeughersteller LEGO, verloren hat, der mit Shell-Aufklebern auf seinen Artikeln schon bei den Jüngsten Werbung für den Ölkonzern machte. Nicht ganz uneigennützig, versteht sich: LEGO kündigte den 80-Millionen-Dollar-Vertrag mit Shell nach 50 Jahren auf, nachdem die Strategien von Shell beim besten Willen nicht mehr mit den nach außen kommunizierten Nachhaltigkeitszielen des dänischen Spielzeugherstellers übereinzubringen waren – und eine Million Unterschriften für die Beendigung der Kooperation mit Shell bei LEGO hereingeflattert waren …

Text: Thomas Donga-Durach
Foto: Jeremy Ricketts

Mehr …

http://blog.greenpeace.de/artikel/5-gruende-warum-shell-sein-arktis-projekt-abgebrochen-hat

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/shell-stoppt-umstrittenes-arktis-projekt-mangels-erfolg-a-1055018.html

https://www.greenpeace.de/themen/arktis/shell-verbannt-aus-legos-land

https://www.youtube.com/watch?v=qhbliUq0_r4

http://www.taz.de/!5031462/

Category:

Deine Good News

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen